Sportmedizin

Sportmedizin


Sportmedizin umfasst theoretische und praktische Medizin. Sie untersucht den Einfluss von Bewegung, Training und Sport sowie Bewegungsmangel auf den gesunden und kranken Menschen jeder Altersstufe, um die Befunde der Prävention, Therapie undRehabilitation den Sporttreibenden dienlich zu machen.

Diese Beschreibung von Wildor Hollmann (1958) wurde 1977 als offizielle Definition vom Weltverband für Sportmedizin (FIMS) übernommen.

Im Gegensatz zu den meisten medizinischen Fachgebieten ist Sportmedizin nicht diagnose- oder organbezogen, sondern untersucht die Bedeutung der körperlichen Aktivität für Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Zentrales Anliegen ist dabei die Erforschung der Wirkungen körperlicher Aktivität bzw. des Bewegungsmangels auf den Organismus.

Allgemein ausgedrückt: Sportmedizin befasst sich mit den medizinischen Fragen von Bewegung und Sport.

Sporttauglichkeitsuntersuchungen


Es werden gemäß der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) Sportärztliche Untersuchungen durchgeführt und entsprechende Bescheinigungen erteilt.

Dr. med. Andreas Göller ist anerkannter und empfohlener Untersucher der DGSP / des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).


Sportmedizinische / Sportliche Qualifikationen


Dr. med. Andreas Göller besitzt die folgenden Qualifikationen:

  • Herzgruppenarzt (Sachkunde in der kardiologischen Prävention u. Rehabilitation)
  • Übungsleiter C Breitensport des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB)
  • Übungsleiter Prävention/Rehabilitation des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB)
  • Skischulleiter der Skischule des Deutschen Skiverbandes (DSV)
  • Übungsleiter B Ski alpin des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB)
  • Nordic aktiv Trainer des Deutschen Skiverbandes (DSV)

Sportmedizinische Untersuchung und Beratung


Eine Sportmedizinische Untersuchung ist für alle Sporttreibenden grundsätzlich anzuraten, um den Ist - Zustand zu bewerten, evtl. eine Traingsberatung zu integrieren und im Vorfeld Überlastungsreaktionen zu vermeiden. Wenn nach längerer Sportpause jedoch wieder sportliche Tätigkeit aufgenommen werden möchte, ist diese dringlich zu empfehlen.

Drei einfache sportmedizinische Grundregeln:

  1. Seien Sie fit für Ihre persönliche Sportart!
  2. Wärmen Sie sich sorgfältig auf!
  3. Benutzen Sie die richtige Ausrüstung und die richtige Technik!

Während Sportverletzungen oder Sportunfälle meist reversible Geschehen bezeichnet, sind Sportschäden meist als irreversible Geschehen einzuordnen.


Statistische Zahlen zu Sportunfällen:

In Deutschland kommt es pro Jahr zu ca. 500 000 Verkehrsunfällen mit Personenschaden. Demgegenüber stehen jährlich ca. 1 500 000 Sportunfälle. Die besondere Bedeutung der Sporttraumatologie spiegelt sich in diesen Zahlen wieder.

"Der Fußball führt - nach der aboluten Zahl der Verletzungen gesehen - die Statistik an. Diese Spitzenposition ergibt sich jedoch nicht, weil er im Verhältnis zu anderen vergleichbaren Sportarten besonders risikoreich ist, sondern weil er die in Deutschland am häufigsten betriebene Sportart darstellt. Bei Männern führt er sogar mit 58 %, bei den Frauen liegt er mit 8 % an 5. Stelle." (Heribert Gläser: ARAG Auswertungsstelle für Sportunfälle)
 

Sportverletzungen behandeln heißt daher, optimale Wiederherstellung in kürzester Zeit.

Prof. Hess


 
Die Behandlung der Sportverletzungen leitet sich von den allgemeinen chirurgisch-orthopädisch-traumatologischen Erfahrungsgrundsätzen der Unfallbehandlung ab. Es haben sich jedoch - insbesondere unter den ständig wachsenden Ansprüchen des Leistungssportes - ab auch des zunehmenden Breitensportes - besondere Behandlungsmethoden entwickelt, die in erster Linie für Sportmediziner, aber auch für Sportlehrer, Trainer, Übungsleiter und nicht zuletzt für den Sportler selbst interessant sind.

Hauptverletzungen bei Sportunfällen:

  • Prellungen und Distorsionen (ca. 35 %)
  • Frakturen und Luxationen (ca. 28 %)
  • Muskel-, Sehnen-, Bandverletzunge (ca. 21 %)

Verteilung der Verletzungen:

  • Untere Extremität (ca 52 %)
  • Obere Extremität (ca 27 %)
  • Kopf (15 %)
  • Rumpf (6 %)

Sportartspezifische Unfallverhütung am Beispiel Fußball Untersuchungen haben gezeigt, daß es bei Unfällen im Kinder- und Jugendfußball vor allem zu Verletzungen im Bereich des oberen Rumpfes, der Arme und des Kopfes kommt. Als Ursache werden geringere Bewegungserfahrung der heutigen Kinder diskutiert. Die sich daraus ableitenden Defizite hinsichtlich Koordination, Aufmerksamkeit und Ausdauer führen in den Zweikampfsituationen zu den oben genannten Verletzungsmustern. Dazu kommt, daß Kinder vermindert zu einer "allgemeinen Aufmerksamkeit" fähig sind, ein kleineres Gesichtsfeld haben und eine bis zu doppelt so lange Reaktionszeit wie Erwachsen haben. Unfallverhütung in diesem Altersbereich bedeutet vor allem Training der Koordination, Aufmerksamkeit im Zweikampf und Ausdauer. Während bei den 22-35 jährigen Fußballern die Knieverletzungen überwiegen, kommt es bei den Junioren (15-21 Jahre) am häufigsten zu Verletzungen des Sprunggelenkes. Auffallend ist der sprunghafte Anstieg bei den 16-18jährigen. Bei 4 von 5 Sprunggelenksverletzungen kommt es zu Bänderrissen bzw. - zerrungen. (oben genannte Zahlen basieren auf den Sportunfallanalysen und Sportunfallverhütungsbroschüren der ARAG-Versicherung - H. Gläser und Dr. rer.nat. Th. Henke)

10 Goldenen Regeln für gesundes Sporttreiben:

Der Sportarzt rät: Sport hält jung und fit. Regelmäßiger Sport heißt: Besser fühlen, besser aussehen, besser belastbar, bessere Fitneß. Vor dem Sport Gesundheitsprüfung, besonders Anfänger und Wiedereinsteiger über 35 Jahre, bei Vorerkrankungen oder Beschwerden, bei Risikofaktoren: Rauchen, Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten, Diabetes, Bewegungsmangel, Übergewicht. Wenn ja, dann: Erst zum Arzt, dann zum Sport, Sportbeginn mit Augenmaß, Trainingsintensität langsam beginnen und die Belastung steigern (Intensität, Häufigkeit und Dauer) möglichst unter Anleitung, Sport möglichst 3 - 4 mal in der Woche für 20 - 40 Minuten.

Überbelastung beim Sport vermeiden, nach dem Sport darf eine "angenehme" Erschöpfung vorliegen, Laufen ohne (starkes) Schnaufen Sport soll Spaß, keine Qualen bereiten, evtl. Trainingspuls vom Sportarzt geben lassen, besser "länger oder locker" als "kurz und heftig" Nach Belastung ausreichende Erholung, nach einer sportlichen Belastung auf ausreichende Erholung (Regeneration, Schlaf) achten. Nach intensivem Training "lockere" Trainingseinheiten einplanen, Sportpause bei Erkältung und Krankheit, bei "Husten, Schnupfen, Heiserkeit", Fieber oder Gliederschmerzen, Grippe oder sonstigen akuten Erkrankungen: Sportpause, anschließend allmählicher Beginn. Im Zweifelsfall: Fragen Sie den Sportarzt, Verletzungen vorbeugen und ausheilen, Aufwärmen und Dehnen nicht vergessen Verletzungen brauchen Zeit zum Ausheilen, Schmerzen sind Warnzeichen des Körpers (Keine Spritzen zum fit machen) Im Zweifelsfall den Sportarzt fragen, zum Ausgleich vorübergehend andere Sportart betreiben, Sport an Klima und Umgebung anpassen. Kleider machen Sportler: Kleidung soll angemessen, funktionell, nicht unbedingt modisch sein. Luftaustausch beachten, an Witterung anpassen Kälte: warme Kleidung, windabweisend, durchlässig für Feuchtigkeit (Schweiß) nach außen, Hitze: Training reduzieren, Flüssigkeitszufuhr beachten Höhe (verminderte Belastbarkeit beachten, angepaßte Kleidung und Trinkverhalten) Luftbelastung (Schadstoffe, Ozon): Training reduzieren, Sport am Morgen oder Abend. Auf richtige Ernährung und Flüssigkeitszufuhr achten Kost kohlenhydrat- und ballaststoffreich, fettarm ("südländische Kost"), Kalorien dem Körpergewicht anpassen (bei Übergewicht weniger Kalorien), Flüssigkeitsverlust nach dem Sport durch mineralhaltiges Wasser ausgleichen, bei Hitze mehr trinken. Merke: Bier ist kein Sportgetränk! Aber: Ein Glas Alkohol (Wein, Bier) darf gelegentlich sein! Fragen Sie Ihren Sportarzt. Sport an Alter und Medikamente anpassen. Sport im Alter ist sinnvoll und notwendig. Sport im Alter soll vielseitig sein. (Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Koordination). Auch im Alter: Fitneß ist gefragt Medikamente sowie deren Einnahmezeitpunkt und Dosis dem Sport anpassen. Fragen Sie Ihren Sportarzt Sport soll Spaß machen, auch die "Seele" lacht beim Sport, Gelegentlich die Sportart wechseln: Abwechslung im Sport ist wichtig. Mehr Spaß bei Sport in der Gruppe oder im Verein - Bewegung, Spiel und Sport sind Vergnügen - Sport auch im Alltag: Treppen steigen statt Aufzug, zu Fuß zum Briefkasten, schnelles Gehen (Walking) und Nordic-Walking sind Sport! Wird gewohnter Sport anstrengend, an Erkrankung denken, regelmäßige, auch sportärztliche, Vorsorgeuntersuchung hilft Schäden zu vermeiden.